NEUE FRISUR FÜR IHREN HUND: DEUTSCHLANDS ERSTER FRISEURSALON FÜR MENSCH UND HUND.

“Auch Menschen können bei uns einen neuen Schnitt bekommen, und das sogar zur selben Zeit wie ihr Liebling”, erzählt Daniel Thonke, der den Salon im November vergangenen Jahres gemeinsam mit seiner Frau Beatrice eröffnet hat.

“Haare schneiden tut schließlich niemandem weh.” Flockes Frauchen Sabine gibt ihre kleine Hündin vertrauensvoll in Daniels Obhut, während sie selbst ein paar Besorgungen macht.

Flocke ist noch etwas misstrauisch und zittert leicht, vielleicht weil der hohe Tisch sie an eine Tierarztbehandlung erinnert. Doch statt Skalpell und Spritze holt der 44-Jährige seine Schermaschine hervor.

Ob Einmal Bärchenschnitte? So fragte Daniel Thonke seine Kundin, während er ihre Malteserhündin Flocke behutsam auf den Frisiertisch setzt.

“Sobald ich anfange, merken auch die ängstlichen Hunde, dass hier nichts Schlimmes passiert”, sagt der gelernte Friseur, der auf zwanzig Jahre Berufserfahrung zurückblicken kann.

Daniel erzählte,dass sie jeden Tag damit rechnen, dass jemand auf den Zug aufspringt und einen Salon wie unseren eröffnet.

Ihr Konzept, also der Haar-und-Fell-Service für Mensch, Hund und sogar Katze, ist in Deutschland einzigartig. Zumindest noch.

Dass der Bedarf an Hundefriseuren zumindest in Potsdam groß ist, weiß er. “Es gibt hier noch fünf weitere Läden, bei denen man oft zwei bis drei Monate auf einen Termin warten muss.”

Bei den “Fellfritzen” geht es derzeit noch etwas schneller, etwa eine Woche vorab müssen Kunden dort ihren Termin anfragen. Das könnte sich jedoch schon bald ändern: Das Konzept der Thonkes wird immer besser angenommen.

Die beiden offenen Räume hat Daniel so eingerichtet, dass Hund und Mensch sich während der Behandlung zwar nicht sehen, aber zumindest hören können.

Dann halten sie einfach besser still und zicken weniger herum. Das mit dem Stillhalten ist vor allem dann ein Thema, wenn Hunde das erste Mal bei Daniel auf dem Frisiertisch stehen wie heute Flocke. “In solchen Fällen fixiere ich den Hund immer sicherheitshalber am Galgen”, erklärt Daniel und zeigt auf den schwarzen Haltegurt, dessen Schlinge tatsächlich galgenähnlich über dem Tisch befestigt ist.

Wenn die Tiere dann merken, dass sie hier wirklich nichts auszustehen haben, scherte und schneidete er ihr Fell ohne Galgen – das ist entspannter für den Hund und auch für ihn.

Als er nach bestandener Prüfung sein Zertifikat in den Händen hält, bietet er seinen Service vorerst mobil an.

Deshalb zögern er und seine Frau nicht lange, als sie im vergangenen Jahr den charmanten Laden mit dem kleinen grünen Hinterhof in der Nähe des Potsdamer Hauptbahnhofs finden.

Quelle:stern.de

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