Vanessa, 42 Jahre alt, stammt aus Marokko, Mario, ebenfalls 42, aus Spanien. Gemeinsam haben sie neun Kinder, doch trotz ihrer großen Familie fehlt ihnen ein fundamentales Bedürfnis: ein eigenes Zuhause.

Leben ohne Sicherheit

Das Leben auf der Straße oder in Notunterkünften ist für Vanessa, Mario und ihre Kinder Alltag geworden. Die Familie kämpft täglich um Sicherheit, Nahrung und ein Dach über dem Kopf. Für neun Kinder ist das besonders hart – sie wachsen in ständiger Unsicherheit auf, ohne festen Rückzugsort und oft ohne das Gefühl von Stabilität, das andere Kinder als selbstverständlich ansehen.

Vanessa erzählt: „Es ist schwer, den Kindern etwas Normalität zu bieten. Jeden Tag ist ein Kampf, einen Platz zum Schlafen zu finden. Wir versuchen, dass sie trotzdem lachen können, aber es ist nicht einfach.“

Kulturelle Vielfalt trifft auf soziale Not

Die Verbindung von Vanessa und Mario spiegelt europäische Migration und Vielfalt wider: Vanessa kam aus Marokko nach Europa, Mario aus Spanien. Gemeinsam haben sie eine multikulturelle Familie aufgebaut. Doch ihre Herkunft schützt nicht vor den strukturellen Problemen von Wohnungslosigkeit und Armut, die viele Familien in Europa betreffen.

Soziale Hilfsangebote wie Notunterkünfte, Tafeln und soziale Dienste bieten zwar kurzfristige Unterstützung, doch eine dauerhafte Lösung bleibt oft aus. Besonders Familien mit vielen Kindern stoßen auf Barrieren: Es gibt nur begrenzte Unterkünfte, viele Häuser sind überfüllt oder zu teuer.

Kinder zwischen Unsicherheit und Hoffnung

Für die Kinder von Vanessa und Mario ist jede Nacht anders. Mal schlafen sie in einer Übergangswohnung, mal auf Matratzen in Notunterkünften. Trotz der Widrigkeiten versuchen die Eltern, Bildung und Perspektiven für ihre Kinder zu sichern. Schule und regelmäßige Mahlzeiten sind ein kleiner Hoffnungsschimmer inmitten der Unsicherheit.

Mario betont: „Wir wollen unseren Kindern zeigen, dass sie nicht aufgeben dürfen. Auch wenn wir gerade kein Zuhause haben, geben wir ihnen Liebe und Zusammenhalt.“

Gesellschaftliche Verantwortung

Die Geschichte von Vanessa und Mario wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Problematik von Wohnungslosigkeit in Europa, besonders unter Familien mit Kindern. Während einzelne Hilfsorganisationen und städtische Programme versuchen, Hilfe zu leisten, bleibt der Bedarf enorm. Politische Lösungen, wie bezahlbarer Wohnraum, stärkere Sozialprogramme und gezielte Unterstützung für große Familien, werden dringend gebraucht.

Fazit

Vanessa und Mario zeigen, dass Familie mehr ist als ein Haus – doch ohne ein festes Zuhause sind selbst die stärksten Bindungen täglich auf die Probe gestellt. Ihre Geschichte ist ein Aufruf, die Realität von Familien ohne Wohnung sichtbar zu machen und konkrete Wege aus der Not zu schaffen. Denn jeder Mensch, jedes Kind verdient ein Dach über dem Kopf.

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