Die 87-jährige Liliane aus Belgien erhält eine monatliche Rente von 2184 Euro und kommt damit grundsätzlich gut zurecht. Sie kann von diesem Geld sorgenfrei leben, zumal sie keine Miete zahlen muss.
Dennoch sorgt sie sich um einen Teil ihrer Berufstätigkeit, der in der Rentenberechnung nicht berücksichtigt wurde. Sie arbeitete einige Jahre im Einzelhandel, doch diese Zeit hat praktisch keinen Einfluss auf ihre Rente. Liliane sagt, die damals gezahlten Beiträge „sind einfach im System untergegangen“ und wurden nicht individuell angerechnet.
Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2017 erhielt Liliane eine Witwenrente. Anfangs erschienen ihr die Zahlungen recht hoch, doch später wurden sie durch Steuern und die Besonderheiten des Rentensystems reduziert.
Obwohl sie insgesamt mit ihrem Leben zufrieden ist, empfindet sie es als ungerecht, dass einige Jahre ihrer Arbeit keinen Effekt auf ihre zukünftige Absicherung hatten.
Lilianes Geschichte zeigt, dass selbst bei einer relativ stabilen Rente bestimmte Aspekte des Systems Menschen das Gefühl von Ungerechtigkeit geben können – besonders, wenn Teile ihres Arbeitslebens in der Berechnung „verloren“ gehen.
Quelle: Focus.de