Der 62-jährige Andreas zeigt sich zunehmend frustriert über seine persönliche Steuerbelastung. Besonders seine Einstufung in die Steuerklasse I sorgt bei ihm für Unverständnis und Ärger.
Andreas lebt allein und ist nach eigenen Angaben seit einiger Zeit im Ruhestand beziehungsweise in einer Übergangsphase zwischen Arbeit und Rentenbezug. Trotz seiner Situation empfindet er die monatlichen Abzüge von seinem Einkommen als „zu hoch und kaum nachvollziehbar“.
„Ich habe mein Leben lang gearbeitet und jetzt bleibt mir am Ende viel weniger, als ich erwartet habe“, sagt er. Besonders kritisch sieht er, dass er in Steuerklasse I eingestuft ist, die in Deutschland in der Regel für alleinstehende, ledige, geschiedene oder dauerhaft getrennt lebende Personen gilt.
Nach Angaben von Andreas fühle sich die steuerliche Belastung für ihn nicht fair an, da er keine weiteren steuerlichen Entlastungen wie etwa Kinderfreibeträge oder Ehegattensplitting nutzen kann. „Alles geht automatisch ab, aber keiner erklärt dir richtig, warum so viel weg ist“, äußert er weiter.
Steuerexperten weisen jedoch darauf hin, dass die Steuerklasse I grundsätzlich der Standard für alleinstehende Steuerpflichtige ist und lediglich die monatliche Lohnsteuerberechnung beeinflusst, nicht jedoch die endgültige Steuerlast am Jahresende. Diese wird erst durch die Einkommensteuererklärung endgültig festgelegt.
Trotz dieser Erklärung bleibt Andreas skeptisch. Er überlegt nun, sich genauer beraten zu lassen, um mögliche steuerliche Entlastungen oder Korrekturen in seiner persönlichen Situation zu prüfen.
Ob sich seine Meinung zur Steuerklasse I ändern wird, bleibt offen – sicher ist jedoch, dass Andreas das Thema Steuern weiterhin beschäftigt.