Yvonne, 59 Jahre alt und seit einigen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen, sieht sich tagtäglich mit den Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems konfrontiert. Für sie ist klar: „Die medizinische Hilfe in Deutschland reicht nicht aus.“
Die Seniorin, die einst aktiv in ihrem Beruf und im gesellschaftlichen Leben stand, beschreibt ihren Alltag als ständigen Balanceakt zwischen Selbstständigkeit und Abhängigkeit von medizinischer Unterstützung. Trotz gesetzlicher Ansprüche auf Pflege und Rehabilitation stößt sie immer wieder auf bürokratische Hürden und fehlende Angebote, die auf die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen Einschränkungen zugeschnitten sind.
„Es fehlt an schneller, unkomplizierter Hilfe“, sagt Yvonne. „Oft warten wir Wochen auf Termine, und notwendige Therapien werden nicht ausreichend abgedeckt. Dabei geht es nicht nur um mein Wohlbefinden, sondern auch darum, dass Menschen wie ich ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können.“
Ihre Kritik richtet sich nicht nur an Ärzte und Pflegekräfte, sondern auch an die Politik: „Die Strukturen sind starr und unflexibel. Wer behindert ist oder chronisch krank, muss viel zu oft kämpfen, nur um die medizinische Versorgung zu bekommen, die eigentlich selbstverständlich sein sollte.“
Yvonne engagiert sich inzwischen in mehreren lokalen Initiativen, die auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen und bessere Versorgung fordern. „Wir brauchen mehr Prävention, mehr ambulante Therapien und barrierefreie Einrichtungen. Es darf nicht sein, dass Menschen im Alter oder mit körperlichen Einschränkungen das Gefühl haben, im Stich gelassen zu werden.“
Ihr Appell ist klar: Die medizinische Versorgung in Deutschland muss den realen Bedürfnissen der Betroffenen entsprechen – nicht nur auf dem Papier. Für Yvonne und viele andere ist dies eine Frage der Würde, der Selbstbestimmung und der Gerechtigkeit.
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