Brigitte ist 22 Jahre alt und studiert an der Universität. Wie viele Studierende jongliert sie zwischen Vorlesungen, Seminaren und der Suche nach bezahlbaren Lebensbedingungen. Doch während ihre Kommiliton:innen sich vielleicht über Prüfungsstress beklagen, lastet auf Brigitte zusätzlich eine finanzielle Belastung, die sie zunehmend überfordert: Sie kann ihre Rechnungen nicht bezahlen.
Die monatlichen Fixkosten – Miete, Strom, Internet, Lebensmittel – summieren sich schnell. „Manchmal bleibt am Ende des Monats einfach nichts übrig“, erzählt Brigitte. Trotz Nebenjobs und Unterstützung durch ihre Familie reicht das Einkommen oft nicht aus, um alle Rechnungen zu decken. Das führt nicht nur zu Mahnungen von Vermietern und Energieversorgern, sondern auch zu einem ständigen Gefühl der Unsicherheit.
Für Brigitte ist die Situation psychisch belastend. Der ständige Druck, finanzielle Verpflichtungen nicht erfüllen zu können, wirkt sich auf ihr Studium aus: Konzentrationsschwierigkeiten, schlaflose Nächte und die Sorge um die Zukunft begleiten sie täglich. Viele Studierende erleben finanzielle Engpässe, doch für Brigitte ist die Lage besonders prekär, da sie keine Ersparnisse hat, auf die sie zurückgreifen könnte.
Soziale Kontakte leiden ebenfalls: Ein Kinoabend oder ein gemeinsames Essen mit Freund:innen wird zur finanziellen Herausforderung. „Man fühlt sich isoliert, weil man nicht mithalten kann“, gesteht sie. Gleichzeitig ist Brigitte entschlossen, ihr Studium erfolgreich abzuschließen und ihre finanzielle Situation langfristig zu stabilisieren. Sie informiert sich über staatliche Unterstützungsmöglichkeiten, Stipendien und zinsfreie Kredite speziell für Studierende.
Brigittes Geschichte steht exemplarisch für viele junge Erwachsene in Deutschland, die trotz Ausbildung und Fleiß in finanzielle Not geraten. Sie zeigt, wie eng Studium, Lebensunterhalt und psychische Gesundheit miteinander verknüpft sind – und wie dringend ein gesellschaftlicher Diskurs über die Unterstützung junger Menschen notwendig ist.