In der CDU wächst der interne Druck auf Parteivorsitzenden Friedrich Merz, noch deutlicher Position zu zeigen – besonders vor dem anstehenden Bundesparteitag in Stuttgart. Die Junge Union (JU) fordert von der Parteiführung eine härtere Gangart und rückt Merz damit öffentlich stärker in die Defensive.

Klarere Kante gegenüber der SPD

Die JU betont, dass die CDU gegenüber der SPD nicht länger Kompromisse auf Kosten eigener Positionen eingehen dürfe. Besonders in Fragen der Sozial- und Rentenpolitik müsse die Union ihre Interessen klarer durchsetzen. Ziel sei eine stärkere Orientierung an Generationengerechtigkeit und die Verteidigung der Kernpositionen der Partei.

Debatte um Renten- und Sozialpolitik

Die Kritik der JU konzentriert sich vor allem auf die bisherige Linie Merz’ bei zentralen Reformprojekten. Sie sehen eine zu geringe Durchsetzungskraft gegenüber dem Koalitionspartner und warnen vor einer sozialen Schieflage zugunsten älterer Generationen. Ohne deutliche Reformimpulse drohe die Union, jüngere Wählergruppen zu verlieren.

Parteitag als Stimmungstest

Der Parteitag wird für Merz zu einem wichtigen Moment. Neben der Bestätigung als Parteivorsitzender geht es um die strategische Ausrichtung der CDU. Die Parteibasis und insbesondere der Nachwuchs erwarten klare Antworten auf frühere Wahlverluste und eine stärkere Abgrenzung gegenüber politischen Gegnern.

Forderungen nach härterem politischem Stil

Die JU will nicht nur inhaltlich, sondern auch taktisch eine entschiedenere Politik sehen: weg von vorsichtigen Kompromissen, hin zu klarer Positionierung. Der Druck aus den eigenen Reihen zeigt, dass ein Teil der CDU-Basis von der Parteiführung mehr Durchsetzungsvermögen erwartet. Ob Merz diesen Forderungen nachkommt oder eine harmonische Debatte bevorzugt, wird sich auf dem Parteitag zeigen.

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