Herr Müller ist 76 Jahre alt und lebt allein in einer kleinen Wohnung am Stadtrand. Seine monatliche Rente beträgt 880 Euro – eine Summe, die längst nicht ausreicht, um ein würdiges Leben zu führen. Für den 76-Jährigen ist jeder Monat eine Herausforderung: Miete, Strom, Lebensmittel und Medikamente müssen davon bestritten werden. Am Ende bleibt kaum etwas übrig für persönliche Bedürfnisse oder kleine Freuden.
Für viele Senioren wie Herrn Müller ist die Realität hart: Trotz jahrzehntelanger Arbeit reicht die gesetzliche Rente oft nicht, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Besonders in Städten steigen Mieten und Energiepreise stetig, während die Rente nur langsam ansteigt. Wer keine private Altersvorsorge aufgebaut hat, lebt am Existenzminimum.
Herr Müller erzählt, dass er oft auf Angebote im Supermarkt achten oder sogar auf bestimmte Medikamente verzichten muss, um über die Runden zu kommen. „Man gewöhnt sich daran, dass vieles, was früher selbstverständlich war, plötzlich ein Luxus wird“, sagt er.
Die Situation von Herrn Müller ist kein Einzelfall. Schätzungen zufolge leben in Deutschland Hunderttausende Rentner unterhalb der Armutsgrenze. Experten fordern daher dringend Reformen: Die Grundsicherung im Alter müsse an die realen Lebenshaltungskosten angepasst werden, private Vorsorge müsse gefördert und die Rentenpolitik langfristig stabilisiert werden.
Herr Müller hofft, dass mehr Aufmerksamkeit auf die Sorgen älterer Menschen gelegt wird. „Wir haben unser Leben lang gearbeitet. Es ist nur fair, dass wir im Alter wenigstens in Würde leben können“, betont er.
Die Geschichte von Herrn Müller zeigt, dass die Frage der Altersarmut in Deutschland dringend gelöst werden muss – damit Rentner nicht nur überleben, sondern auch leben können.
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