In der aktuellen Diskussion um Ernährung, Gesundheit und Umweltschutz sorgt ein Experte für Aufsehen: Er fordert, den Fleischkonsum pro Kopf gesetzlich zu begrenzen. Laut dem Ernährungswissenschaftler Dr. Markus Lechner ist der übermäßige Fleischverzehr nicht nur ein gesundheitliches Risiko, sondern auch eine Belastung für Klima und Umwelt.
„Wir müssen realistisch bleiben: Die Erde kann nicht unbegrenzt Fleisch produzieren, ohne dass massive ökologische Schäden entstehen“, erklärt Lechner in einem Interview. Seiner Meinung nach sollte jeder Mensch nur noch eine bestimmte Menge Fleisch pro Woche konsumieren dürfen, um die Nachhaltigkeit sicherzustellen und den CO₂-Ausstoß zu reduzieren.
Der Vorschlag stößt auf gemischte Reaktionen. Befürworter argumentieren, dass eine Obergrenze nicht nur dem Klimaschutz zugutekommt, sondern auch die Gesundheit der Bevölkerung fördern würde. Studien zeigen, dass hoher Fleischkonsum mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und bestimmten Krebsarten verbunden ist.
Kritiker hingegen warnen vor staatlicher Bevormundung und der Einschränkung persönlicher Freiheitsrechte. Sie plädieren stattdessen für Aufklärung, freiwillige Reduktion und stärkere Förderung pflanzlicher Alternativen.
Lechner betont jedoch, dass freiwillige Maßnahmen bisher nicht ausreichen: „Die Menge an Fleisch, die wir global konsumieren, steigt weiterhin. Wir brauchen klare Regeln, um unsere Ernährung zukunftsfähig zu gestalten.“
Sein Vorschlag könnte eine Debatte über eine mögliche gesetzliche Begrenzung des Fleischkonsums anstoßen – ein Thema, das in den kommenden Jahren sowohl ethisch als auch ökologisch an Bedeutung gewinnen dürfte.
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