Berlin – Bundeskanzler Friedrich Merz sorgt mit einem überraschenden Vorschlag für Aufsehen: Er kündigte an, dass er das Arbeitszeitgesetz abschaffen wolle. Nach seiner Ansicht seien viele Regelungen überflüssige Bürokratie, die besser durch individuelle Absprachen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ersetzt werden sollten.

Das Arbeitszeitgesetz legt derzeit fest, wie lange Beschäftigte täglich und wöchentlich arbeiten dürfen, regelt Pausen und schützt Sonn- und Feiertage als arbeitsfreie Tage. Merz’ Vorschlag würde diese gesetzlichen Rahmenbedingungen radikal aufweichen oder ganz abschaffen.

Kritiker warnen vor weitreichenden Folgen: Ein Wegfall des Acht-Stunden-Tages, weniger Gesundheitsschutz und das Risiko, dass in Branchen ohne Tarifverträge oder Betriebsräte Arbeitgeber die Arbeitszeiten einseitig bestimmen könnten. Gewerkschaften und Oppositionsparteien bezeichnen den Plan als gefährlich und warnen vor einem Rückfall in Zeiten, in denen Arbeitnehmer ohne Schutzrechte den Interessen von Arbeitgebern ausgeliefert waren.

Befürworter argumentieren dagegen, dass flexiblere Regelungen notwendig seien, um moderne Arbeitsformen zu ermöglichen und Bürokratie abzubauen. Die Debatte zeigt das Spannungsfeld zwischen unternehmerischer Flexibilität und gesetzlich gesichertem Arbeitnehmerrecht – ein Thema, das in den kommenden Monaten für politische Auseinandersetzungen sorgen dürfte.

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