Yvonne, 34 Jahre alt, arbeitet seit vielen Jahren in einer Kindertagesstätte (Kita) und kennt die Herausforderungen ihres Berufes aus erster Hand. Für sie ist ihr Job weit mehr als ein „8-Stunden-Job“: Es ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die nicht nur Organisationstalent, Geduld und Kreativität verlangt, sondern auch emotionale Stärke.

„Die Arbeit mit Kindern ist wunderschön, aber auch unglaublich anstrengend“, erklärt Yvonne. „Man ist ständig gefordert – körperlich, emotional und mental. Wir tragen Verantwortung für das Wohl der Kinder, kümmern uns um ihre Entwicklung, trösten, motivieren und sorgen dafür, dass sie sich wohlfühlen.“

Trotz der hohen Anforderungen sieht Yvonne die Bezahlung vieler Kita-Mitarbeiter:innen als zu niedrig an. „Ich denke, dass wir für diese Arbeit fair entlohnt werden müssen. Mindestens 3500 Euro netto sollte ein realistisch angemessener Lohn sein“, sagt sie entschlossen.

Ihre Forderung ist kein Einzelfall. Zahlreiche Studien und Berichte zeigen, dass Kita-Mitarbeiter:innen in Deutschland häufig unterbezahlt sind, obwohl ihre Arbeit für die Gesellschaft von unschätzbarem Wert ist. Die Belastung ist hoch, die Arbeitszeiten flexibel, und oft müssen Mitarbeiter:innen auch Aufgaben übernehmen, die über die Betreuung der Kinder hinausgehen – von Dokumentation über Elterngespräche bis hin zu Verwaltungsaufgaben.

„Es geht nicht nur ums Geld“, betont Yvonne. „Es geht darum, dass unsere Arbeit wertgeschätzt wird. Wir sind ein wichtiger Teil der Bildung und Erziehung der nächsten Generation. Das sollte sich auch in unserer Bezahlung widerspiegeln.“

Yvonne hofft, dass ihre Forderung nach einem fairen Gehalt gehört wird – nicht nur von ihrem Arbeitgeber, sondern auch von der Gesellschaft insgesamt. „Wenn wir als Kita-Mitarbeiter:innen zufrieden und angemessen entlohnt sind, können wir unsere Arbeit noch besser machen – und davon profitieren letztlich die Kinder.“

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