Mit 62 Jahren hatte sich Connie ihr Leben eigentlich anders vorgestellt. Früher arbeitete sie viele Jahre in verschiedenen Teilzeitjobs – im Einzelhandel, in einer Reinigung und später in der Küche eines kleinen Cafés. Doch gesundheitliche Probleme zwangen sie irgendwann dazu, kürzerzutreten. Heute lebt sie allein in einer kleinen Wohnung und muss mit extrem wenig Geld auskommen: Für ihren gesamten Wochenbedarf bleiben ihr gerade einmal 14 Euro.
„Man lernt sehr schnell, was wirklich notwendig ist – und was nicht“, sagt Connie ruhig. Klagen hört man von ihr selten, doch ihr Alltag ist geprägt von sorgfältigem Planen.
Jeder Cent wird umgedreht
Wenn Connie einkaufen geht, hat sie immer eine kleine Liste dabei. Spontane Einkäufe gibt es nicht. Meist kauft sie nur die günstigsten Grundnahrungsmittel: Haferflocken, Nudeln, Reis, ein paar Kartoffeln und manchmal ein reduziertes Brot vom Vortag.
Frisches Obst oder Fleisch sind für sie Luxus. „Wenn ich irgendwo Äpfel im Angebot finde, dann ist das schon ein guter Tag“, erzählt sie. Oft greift sie auch zu Lebensmitteln kurz vor dem Ablaufdatum, die stark reduziert sind.
Kreativität in der Küche
Mit so wenig Geld muss Connie erfinderisch sein. Ein großer Topf Gemüsesuppe kann bei ihr mehrere Tage reichen. Aus übrig gebliebenen Kartoffeln macht sie Bratkartoffeln, und aus trockenem Brot werden Suppeneinlagen oder einfache Aufläufe.
„Man wirft nichts weg“, sagt sie. Selbst kleinste Reste werden noch irgendwie verwertet.
Unterstützung aus der Nachbarschaft
Ganz allein ist Connie dennoch nicht. Ab und zu bringt ihr eine Nachbarin etwas Gemüse aus dem Garten vorbei oder ein Stück Kuchen vom Wochenende. Auch eine lokale Ausgabestelle für Lebensmittel hilft ihr gelegentlich mit haltbaren Produkten.
Für Connie bedeutet diese Unterstützung mehr als nur Essen. „Es zeigt mir, dass jemand an mich denkt“, sagt sie.
Bescheidenheit als Lebensprinzip
Trotz der schwierigen Situation versucht Connie, positiv zu bleiben. Sie verbringt viel Zeit mit Lesen, Spaziergängen und kleinen Gesprächen mit Nachbarn. Große Wünsche hat sie kaum noch.
„Ich brauche nicht viel“, sagt sie. „Aber ein bisschen Sicherheit wäre schön – und vielleicht ab und zu frisches Obst.“
Connie ist kein Einzelfall. Immer mehr ältere Menschen müssen mit sehr wenig Geld leben. Ihre Geschichte zeigt, wie viel Organisation, Verzicht und Durchhaltevermögen nötig sind, um mit nur 14 Euro pro Woche auszukommen.