Köln, 9. März 2026 — Der berühmte Kölner Dom, eines der Wahrzeichen Deutschlands und UNESCO‑Weltkulturerbe, wird in Zukunft nicht mehr kostenlos für alle Besucher geöffnet sein. Touristen müssen ab der zweiten Jahreshälfte 2026 Eintritt zahlen, wenn sie den Innenraum der Kathedrale besichtigen möchten.

Warum die Gebühr eingeführt wird

Bislang konnten Besucher den Innenraum des Doms kostenlos betreten, während bestimmte Bereiche wie die Schatzkammer oder der Turmaufstieg bereits gebührenpflichtig waren. Hintergrund der neuen Eintrittsregelung sind jedoch die gestiegenen Kosten für Unterhalt, Restaurierung, Sicherheit und Reinigung.

Rund sechs Millionen Menschen besuchen jährlich den Dom, etwa 99 % davon als touristische Gäste. Diese Besucher sollen künftig zur Finanzierung der Anlage beitragen.

Konditionen und Ausnahmen

Details zur Höhe des Eintrittspreises wurden noch nicht offiziell festgelegt. Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins und Gottesdienstbesucher sollen weiterhin kostenlosen Zugang erhalten. Auch wer zum Gebet kommt, soll keinen Eintritt zahlen müssen.

In der öffentlichen Diskussion werden mögliche Preise unter zehn Euro genannt, während andere Medien auch über Beträge bis zu 15 Euro spekulieren.

Reaktionen und Ausblick

Die Entscheidung hat für Gesprächsstoff gesorgt. Befürworter sehen die Gebühr als notwendige Maßnahme zur Sicherung des Erhalts des Doms, Kritiker sprechen von einer Kommerzialisierung eines Hauses Gottes. Wie genau die Zugangskontrollen umgesetzt werden und ob es Sonderregelungen für Anwohner oder besondere Gruppen geben wird, ist noch offen.

Fest steht: Ab Mitte 2026 wird der Besuch im Dom für Touristinnen und Touristen nicht mehr automatisch kostenlos sein – ein bedeutender Wandel für eines der meistbesuchten Bauwerke Europas.

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