Caroline ist 60 Jahre alt und lebt in einer ruhigen Wohngegend am Stadtrand. Eigentlich hatte sie sich ihren Lebensabend anders vorgestellt: weniger Sorgen, mehr Ruhe und Zeit für sich. Doch stattdessen kreisen ihre Gedanken oft um ihren Sohn, der seit einiger Zeit keinen festen Job hat.

„Wer soll bitte Rechnungen zahlen?“, sagt sie mit ernster Stimme. Für sie ist die finanzielle Unsicherheit ihres Sohnes nicht nur ein persönliches Problem, sondern eine tägliche Belastung für die ganze Familie. Strom, Miete, Versicherungen – die laufenden Kosten bleiben, auch wenn das Einkommen fehlt.

Ihr Sohn bemüht sich nach eigenen Angaben um neue Stellen und Gelegenheiten, doch der Arbeitsmarkt sei schwierig. Zwischen kurzfristigen Aushilfsjobs, Bewerbungen und Absagen entsteht eine Situation, die beide Seiten fordert: Der Sohn fühlt sich unter Druck gesetzt, während Caroline versucht, ihn zu unterstützen – emotional und, wenn nötig, auch finanziell.

Experten betonen, dass solche Situationen in vielen Familien vorkommen. Steigende Lebenshaltungskosten und unsichere Arbeitsverhältnisse können dazu führen, dass Erwachsene länger auf Unterstützung ihrer Eltern angewiesen sind. Gleichzeitig geraten Eltern im Rentenalter dadurch selbst in finanzielle und emotionale Spannungen.

Caroline wünscht sich vor allem Stabilität – für ihren Sohn und für sich selbst. „Ich möchte nur, dass er auf eigenen Beinen stehen kann“, sagt sie. Hoffnung gibt ihr der Gedanke, dass sich die Lage mit Zeit, Geduld und passenden Chancen verbessern kann.

Bis dahin bleibt die Frage im Raum, die sie so oft beschäftigt: Wer trägt die Verantwortung – und wie kann eine Familie gemeinsam durch unsichere Zeiten gehen?

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