Andrea ist 65 Jahre alt und steht an einem Samstagmorgen auf dem Wochenmarkt. Eigentlich liebt sie diese Routine: frische Luft, freundliche Gespräche und der Duft von Obst und Gemüse. Doch in letzter Zeit überwiegt bei ihr etwas anderes – Unverständnis über die steigenden Preise.
Als sie vor dem Stand mit frischen Erdbeeren steht, bleibt sie stehen, schaut auf das Preisschild und schüttelt den Kopf. „Wie kann ein Kilo Erdbeeren 10 Euro kosten bitte?“, sagt sie sichtlich verärgert. Für sie sind solche Preise kaum nachvollziehbar. „Früher konnte man sich Obst noch leisten, ohne lange zu überlegen. Heute muss ich jeden Einkauf planen“, erzählt sie.
Andrea lebt von ihrer Rente und achtet sehr genau auf ihr Budget. Besonders bei Lebensmitteln merkt sie die Veränderungen deutlich. „Gesunde Ernährung sollte doch für alle möglich sein“, meint sie. Doch wenn Obst und Gemüse immer teurer werden, greift sie manchmal zu günstigeren Alternativen – oder kauft weniger.
Viele Menschen in ihrem Alter teilen ihre Sorgen. Gerade Rentnerinnen und Rentner spüren Preissteigerungen oft besonders stark. Während die Lebenshaltungskosten steigen, bleibt das Einkommen häufig gleich. Für Andrea bedeutet das: Vergleichen, rechnen und manchmal verzichten.
Trotz ihrer Enttäuschung möchte sie nicht auf Qualität verzichten. „Ich kaufe lieber weniger, aber dafür gute Ware“, sagt sie. Dennoch wünscht sie sich, dass Grundnahrungsmittel wieder erschwinglicher werden.
Am Ende verlässt Andrea den Markt ohne Erdbeeren – aber mit dem festen Vorsatz, beim nächsten Einkauf noch genauer hinzuschauen. Ihre Frage bleibt dabei im Kopf vieler Kunden: Wie kann ein einfaches Kilo Erdbeeren so teuer sein?