Berlin – Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat die Entwicklung der Krankmeldungen in Deutschland scharf kritisiert. Nach seiner Ansicht seien viele Beschäftigte in Deutschland „zu oft krankgeschrieben“, was sowohl die Unternehmen als auch das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen stelle.
Merz betonte, dass häufige Krankschreibungen die Produktivität der Wirtschaft belasten und die Kollegen in den Betrieben zusätzlich unter Druck setzen. „Wir müssen einen Weg finden, wie Gesundheit und Arbeitsfähigkeit besser unterstützt werden, ohne dass das System ausgenutzt wird“, sagte der Politiker in einem Interview.
Er forderte zugleich, präventive Maßnahmen stärker zu fördern. Dazu zähle nicht nur die betriebliche Gesundheitsvorsorge, sondern auch eine bessere Betreuung chronisch Kranker sowie Programme zur Stärkung der psychischen Gesundheit.
Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die hohe Zahl der Krankmeldungen oft auch strukturelle Ursachen habe. Dazu gehörten steigender Arbeitsdruck, Überlastung und psychische Belastungen, die vielerorts noch nicht ausreichend adressiert würden.
Merz‘ Kritik hat eine Debatte über die Balance zwischen Arbeitnehmerrechten, Gesundheitsschutz und wirtschaftlicher Effizienz ausgelöst. Fachleute betonen, dass eine nachhaltige Lösung sowohl die Bedürfnisse der Arbeitnehmer als auch die Anforderungen der Arbeitgeber berücksichtigen müsse.
Das könnte Sie auch interessieren: