Die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ ist wieder bei RTL gestartet, und mit ihr kehrt auch Dieter Bohlen zurück in die Jury. Obwohl der Sender ursprünglich versucht hatte, das Format zu modernisieren und familienfreundlicher zu gestalten, setzt man nun wieder auf Bewährtes – inklusive Bohlen, der nach wie vor für seine offenen und oft harten Urteile bekannt ist, sowie dem neuen Jury-Mitglied Bushido.
Bohlens Kommentare wirken wie gewohnt direkt und unverblümt. Während viele Zuschauer seinen Stil als unterhaltsam kennen, erscheinen seine Bemerkungen in der aktuellen Staffel oft plump und wenig kreativ. Besonders auffällig ist dabei ein sehr stark weichgezeichneter Gesichtsfilter, der Bohlens Gesicht unnatürlich wirken lässt. Dieser Filter erinnert an frühere TV-Eingriffe, bei denen Bilder von Teilnehmern bearbeitet oder verändert wurden, um ein bestimmtes Bild zu erzeugen.
Der Einsatz solcher Filter wirkt hier jedoch fehl am Platz. Statt den Fokus auf die Kandidaten und ihre Talente zu legen, lenkt der Effekt vom Inhalt ab und nimmt Bohlen einen Teil seines Ausdrucks. Für eine Show, die sich an Familien richtet, wäre es wünschenswert, dass Bohlen weniger „maskenhaft“ wirkt und sein Auftreten etwas natürlicher, wärmer und nahbarer erscheint.
Trotz der Kritik sorgt der Auftakt der Staffel für Erinnerungen an frühere DSDS-Jahre. Die Mischung aus altbekannten Jury-Gesichtern, neuen Gesichtern und moderner Technik zeigt, dass RTL sowohl auf Tradition als auch auf optische Inszenierung setzt – ob dies die Zuschauer begeistert, bleibt abzuwarten.