Alles begann mit einer Badewanne, die eigentlich nur „ein paar Jahre halten“ sollte – doch bei Dieter, 64 Jahre alt, wurde daraus eine Geschichte von drei Jahrzehnten Stillstand.

In seiner kleinen Wohnung am Stadtrand hat sich vieles verändert: Möbel wurden ausgetauscht, die Wände neu gestrichen, der Alltag angepasst. Nur das Badezimmer blieb weitgehend unangetastet. Besonders auffällig: die alte Badewanne, die seit rund 30 Jahren nicht restauriert wurde.

Mit der Zeit hat sie sichtbare Spuren bekommen. Kleine Kratzer, leichte Verfärbungen und matte Stellen zeigen, wie lange sie schon im Einsatz ist. Für die meisten wäre das längst ein Grund für eine Renovierung gewesen – für Dieter jedoch nicht.

Der Grund ist simpel und gleichzeitig konsequent: zu teuer. Eine Sanierung oder ein kompletter Austausch würde für ihn eine große finanzielle Belastung bedeuten. „Solange es noch geht, lasse ich es so“, sagt er kurz und sachlich.

Während andere längst moderne Badezimmer mit Glasduschen und neuen Armaturen haben, bleibt Dieter bei seiner alten Lösung. Funktionalität zählt für ihn mehr als Optik. Warmes Wasser, ein bisschen Ruhe am Abend – das reicht ihm völlig aus.

Für Handwerker wäre der Zustand der Wanne wahrscheinlich ein klarer Fall für eine Erneuerung. Doch Dieter sieht das anders. Keine Lecks, kein kompletter Schaden – also kein Handlungsbedarf.

So bleibt seine Badewanne ein stilles Relikt aus einer anderen Zeit. Und Dieter selbst bleibt bei seiner Entscheidung: nicht erneuern, solange es nicht unbedingt sein muss.

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