Die Wartung und Instandhaltung eines Autos gehören zu den regelmäßigen Verpflichtungen, die jeder Autobesitzer in Deutschland einhalten muss. Doch wie viel müssen die Deutschen im Durchschnitt monatlich für die Pflege ihres Fahrzeugs ausgeben? Ein genauer Blick auf die Zahlen und Trends rund um die Autowartung zeigt, ob die 300-Euro-Grenze überschritten wird oder nicht.
Die Kosten im Detail: Was gehört zur Auto-Wartung?
Die monatlichen Ausgaben für die Wartung eines Autos setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Hierzu gehören:
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Benzin/Diesel: Die laufenden Kraftstoffkosten sind die größten Ausgaben für den Betrieb eines Fahrzeugs. Diese sind stark vom individuellen Fahrverhalten und den aktuellen Spritpreisen abhängig.
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Inspektionen und Reparaturen: Regelmäßige Wartungsarbeiten wie Ölwechsel, Bremsen-Check, Filterwechsel und andere kleine Reparaturen. Diese müssen in der Regel alle 12 bis 24 Monate durchgeführt werden, je nach Modell und Nutzung des Fahrzeugs.
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Reifen und Ersatzteile: Reifenverschleiß und gelegentliche Reparaturen oder der Austausch von Teilen, wie etwa der Batterie oder der Lichtmaschine, gehören ebenfalls zur jährlichen Wartung.
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Steuern und Versicherung: Kfz-Steuer und Haftpflichtversicherung stellen monatliche Fixkosten dar, die ebenfalls in die Betrachtung einbezogen werden können.
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Wasch- und Pflegekosten: Wer regelmäßig das Auto wäscht oder eine professionelle Fahrzeugpflege in Anspruch nimmt, trägt zusätzliche monatliche Kosten.
Durchschnittliche monatliche Ausgaben für Autowartung
Die tatsächlichen Kosten für die Wartung eines Autos variieren je nach Fahrzeugtyp, Alter und Nutzung. Laut einer Studie des ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) belaufen sich die jährlichen Kosten für ein durchschnittliches Auto (z. B. Mittelklassewagen) auf etwa 1.200 bis 1.500 Euro. Diese Zahl umfasst alle Wartungs-, Reparatur- und Betriebskosten, einschließlich Inspektionen und Reparaturen.
Teilt man diese Kosten auf 12 Monate, ergeben sich monatliche Ausgaben von etwa 100 bis 125 Euro für Wartung und Betrieb. Wenn man die Kfz-Versicherung und Steuer hinzuzählt, können sich die monatlichen Ausgaben auf 200 bis 250 Euro belaufen.
Welche Faktoren beeinflussen die Höhe der Wartungskosten?
Die Höhe der Wartungskosten hängt von verschiedenen Faktoren ab:
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Fahrzeugtyp und -alter: Neuere Fahrzeuge benötigen oft weniger Wartung als ältere Autos, was die Kosten deutlich reduziert. Fahrzeuge der Oberklasse oder Luxusmarken wie Audi, BMW oder Mercedes-Benz haben höhere Wartungskosten im Vergleich zu Massenmarken wie Volkswagen oder Toyota.
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Fahrverhalten: Viel- oder Langstreckenfahrer müssen häufiger Wartungsarbeiten durchführen lassen als Pendler, die nur kurze Strecken zurücklegen.
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Werkstattwahl: Der Preis für Inspektionen und Reparaturen variiert je nach Werkstatt. Vertragshändler verlangen oft höhere Preise als freie Werkstätten oder Online-Plattformen, die auf günstige Reparaturen spezialisiert sind.
Fazit: Mehr oder weniger als 300 Euro?
Die meisten Deutschen geben für die monatliche Wartung ihres Autos deutlich weniger als 300 Euro aus. Die durchschnittlichen Kosten liegen bei etwa 100 bis 250 Euro pro Monat, wobei Faktoren wie Fahrzeugtyp, Fahrverhalten und Werkstattwahl eine Rolle spielen. Nur bei besonders teuren Fahrzeugen oder sehr häufigen Reparaturen könnten die Kosten auf oder über die 300-Euro-Marke steigen.
Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass diese Ausgaben sich auf Wartung und Betrieb beziehen und nicht die Anschaffungskosten des Fahrzeugs oder einmalige Reparaturen (wie Unfallschäden) beinhalten.