Simone ist 66 Jahre alt und steht mitten im Leben – aber anders als viele in ihrem Alter, die vielleicht an Reisen, Hobbys oder kleinen Luxus denken, muss sie jeden Euro zweimal umdrehen. Schon seit Jahren lebt sie sehr sparsam, nicht aus Spaß, sondern aus Notwendigkeit.
„Ich habe gelernt, dass man mit einem festen Budget sehr kreativ sein kann“, sagt Simone. Ihr Alltag ist geprägt von genauen Einkaufslisten, Sonderangeboten und dem ständigen Vergleich von Preisen. Lebensmittel kauft sie meist in Discountern oder auf Wochenmärkten, Kleidung nur, wenn sie wirklich gebraucht wird, und Freizeitaktivitäten kostenbewusst.
Die Gründe für Simones Sparsamkeit sind vielfältig: Die Rente reicht kaum, um alle Ausgaben zu decken, und unerwartete Kosten wie Arztbesuche oder Reparaturen können schnell zu finanziellen Engpässen führen. Doch Simone nimmt ihr Leben mit Humor: „Man lernt, Prioritäten zu setzen. Es geht nicht darum, alles zu haben, sondern das, was man hat, bewusst zu nutzen.“
Auch in ihrem sozialen Umfeld spürt sie die Auswirkungen: Freunde laden sie oft zu Aktivitäten ein, die sie sich nicht leisten kann. Trotzdem hat Simone Wege gefunden, aktiv zu bleiben. Spaziergänge, Bücher aus der Bibliothek oder gemeinsames Kochen mit Freunden – das sind ihre kleinen Freuden des Alltags.
Für viele ist Sparen in jungen Jahren eine Wahl, für Simone ist es eine Notwendigkeit. Doch sie beweist, dass auch mit wenig Geld ein erfülltes Leben möglich ist. „Es ist nicht immer leicht“, sagt sie, „aber man lernt, die kleinen Dinge zu schätzen.“
Simones Geschichte zeigt: Sparsamkeit ist kein Makel, sondern eine Fähigkeit – besonders in Zeiten, in denen jeder Euro zählt.
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