Marie ist 47 Jahre alt und lebt alleine in ihrer kleinen, gemütlichen Wohnung am Rande der Stadt. Ein Bild, das viele in unserer Gesellschaft sofort mit einem „Mangel“ oder einer „verpassten Lebensstation“ verbinden würden. Doch für Marie fühlt sich ihr Leben keineswegs unvollständig an.

„Ich verstehe einfach nicht, warum alle glauben, dass man unbedingt heiraten und Kinder haben muss“, sagt sie mit einem leichten Lächeln. „Für mich ist das Leben voller Möglichkeiten, auch ohne Familie im klassischen Sinn.“

Marie hat lange Zeit als Grafikerin gearbeitet, reist gern und verbringt ihre Abende mit Freunden, Büchern oder beim Kochen neuer Rezepte. Für sie bedeutet Freiheit, Entscheidungen zu treffen, die zu ihrem Leben passen, ohne sich von gesellschaftlichen Erwartungen einschränken zu lassen.

Die meisten Menschen in ihrem Umfeld haben Kinder, einige sogar schon Enkel. Doch Marie empfindet keine Leere oder Bedauern. „Manchmal werde ich gefragt: ‚Wann gründest du denn endlich eine Familie?‘ Ich antworte dann, dass ich mein Leben genauso erfülle, wie ich es mir wünsche. Meine Freunde, meine Arbeit, meine Hobbys – das ist meine Familie.“

In einer Gesellschaft, die Familiengründung oft als Norm darstellt, bleibt Marie ein Beispiel dafür, dass Glück nicht an gesellschaftliche Vorgaben gebunden ist. Sie zeigt, dass Lebensentwürfe vielfältig sein können und dass Selbstbestimmung genauso wertvoll ist wie die traditionellen Pfade.

Marie lebt allein, aber keineswegs einsam. Sie beweist, dass man mit 47 Jahren genauso ein erfülltes, lebendiges Leben führen kann – auch ohne Ehe oder Kinder. Für sie sind Liebe, Freundschaft und Selbstverwirklichung genauso wichtig wie das, was andere als „normales“ Leben bezeichnen.

„Ich möchte, dass die Leute verstehen: Es gibt viele Wege, glücklich zu sein. Man muss nicht denselben gehen wie alle anderen.“

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