In Deutschland leben viele ältere Menschen am Limit – und manchmal sogar darunter. Ein drastisches Beispiel dafür lieferte kürzlich eine 78-jährige Rentnerin, die auf die Frage nach ihrem Kontostand trocken antwortete: „Minus 300 Euro.“ Ein Satz, der mehr sagt als jede Statistik.
Für viele Senioren ist das finanzielle Leben nach der Pensionierung ein Drahtseilakt. Miete, Nebenkosten, Medikamente, Lebensmittel – die Fixkosten fressen oft den größten Teil der Rente auf. Was bleibt, reicht kaum für ein bisschen Freizeit, geschweige denn für unvorhergesehene Ausgaben. Dass jemand in fortgeschrittenem Alter bereits ins Minus rutscht, ist kein Einzelfall.
Die Rentnerin selbst nimmt die Situation mit stoischer Gelassenheit. „Man gewöhnt sich an vieles“, sagt sie. Aber die Zahl auf dem Konto spiegelt nicht nur finanzielle Engpässe wider, sondern auch eine Gesellschaft, die oft vergisst, wie prekär die Lage vieler älterer Menschen ist.
Experten warnen: Immer mehr Senioren sind von Altersarmut bedroht. Viele müssen jeden Cent zweimal umdrehen, verzichten auf medizinische Behandlungen oder soziale Kontakte, um über die Runden zu kommen. Initiativen wie Tafeln, Seniorenhilfsvereine oder Sozialberatungen gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.
„Minus 300 Euro“ – hinter diesen Worten steckt nicht nur ein Kontostand, sondern ein Stück Realität, das viele ältere Menschen täglich erleben. Es ist ein Weckruf: Altersarmut ist kein fernes Problem, sondern mitten unter uns.
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