Der beliebte Wohltätigkeitsladen „Herzensgut“ in der Innenstadt musste nach 15 Jahren seinen Betrieb einstellen. Grund: die stetig steigenden Nebenkosten, die selbst die treuesten Kunden nicht ausgleichen konnten.

Die 62-jährige Besitzerin, Marta Klein, spricht offen über die schwierige Situation: „Wir haben immer versucht, Preise fair zu halten und gleichzeitig Gutes zu tun. Aber die Strom- und Heizkosten sind in den letzten Jahren explodiert. Am Ende konnten wir einfach nicht mehr wirtschaftlich arbeiten.“

Der Laden, der Kleidung, Haushaltswaren und Spielzeug aus Spenden verkaufte, war vielen Menschen eine vertraute Anlaufstelle für günstige und nachhaltige Einkäufe. Doch die finanziellen Belastungen durch steigende Mieten, Energiepreise und Versicherungen machten den Betrieb zunehmend unmöglich.

„Es tut mir im Herzen weh, die Türen schließen zu müssen“, sagt Marta. „Viele unserer Kunden und Ehrenamtlichen waren wie eine zweite Familie für mich. Ich hoffe, dass wir trotzdem Wege finden, die Arbeit auf andere Weise fortzusetzen.“

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Kunden zeigen sich betroffen und äußern ihre Unterstützung: „Es ist traurig, dass ein Laden, der so viel Gutes bewirkt hat, jetzt schließen muss“, sagt eine Stammkundin.

Marta hofft nun auf neue Lösungen und Ideen, um auch künftig Bedürftigen zu helfen – vielleicht in Form von Pop-up-Ständen oder Kooperationen mit anderen sozialen Einrichtungen.

Das könnte Sie auch interessieren: