Die Aussage von Klaus von Moltke, Werksleiter im Motorenwerk Steyr der BMW, sorgt für Diskussion: „Der Verbrennungsmotor bleibt unser Fundament.“
Gemeint ist damit keine Absage an die Elektromobilität, sondern eine Einordnung der aktuellen industriellen Realität.
Verbrenner als wirtschaftliche Basis
Der Verbrennungsmotor ist seit Jahrzehnten ein zentraler Bestandteil der Automobilproduktion. Auch heute spielt er für BMW eine wichtige Rolle.
Mit „Fundament“ ist vor allem gemeint:
- bestehende Produktions- und Entwicklungsstrukturen
- weltweit weiterhin hohe Nachfrage nach Verbrennerfahrzeugen
- stabile Einnahmen aus etablierten Antriebstechnologien
Der Verbrenner ist damit nicht primär Zukunftstechnologie, sondern wirtschaftliche Grundlage der Gegenwart.
Finanzierung des Wandels
Ein wichtiger Aspekt der Aussage ist die wirtschaftliche Logik dahinter. Gewinne aus dem Verbrennungsgeschäft ermöglichen Investitionen in neue Technologien wie:
- vollelektrische Fahrzeuge
- Batterietechnik
- digitale Fahrzeugsoftware
Der Verbrennungsmotor fungiert somit als Finanzierungsbasis für den technologischen Umbruch.
Strategie: mehrere Antriebsarten parallel
BMW verfolgt keinen radikalen Schnitt, sondern eine sogenannte Mehr-Antriebsstrategie. Dazu gehören:
- weiterentwickelte Verbrennungsmotoren
- Hybridfahrzeuge als Übergangslösung
- der Ausbau der Elektromobilität
Diese Kombination soll Flexibilität in einem global sehr unterschiedlichen Markt sichern.
Unterschiedliche Märkte weltweit
Die Entwicklung der Antriebstechnologien verläuft international nicht einheitlich:
- Europa treibt die Elektrifizierung politisch stark voran
- andere Regionen setzen weiterhin stärker auf Verbrenner
- Infrastruktur und Energieversorgung sind global sehr unterschiedlich entwickelt
Daher bleibt der Verbrennungsmotor in vielen Märkten vorerst relevant.
Einordnung der Aussage
Die Kernaussage bedeutet nicht, dass der Wandel zur Elektromobilität gestoppt wird. Vielmehr beschreibt sie eine Übergangsphase, in der beide Technologien parallel existieren.
Fazit
Die Aussage von Klaus von Moltke zeigt die aktuelle Realität der Automobilindustrie: Der Verbrennungsmotor trägt weiterhin einen großen Teil des Geschäfts, während gleichzeitig massiv in Elektromobilität investiert wird. Für BMW ist er damit wirtschaftliches Fundament und zugleich Teil eines langsamen, aber laufenden Wandels.
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