Freiburg im Breisgau – In einem überraschenden Schritt hat ein Supermarkt in Freiburg entschieden, die klassische Bedienkasse wieder stärker in den Fokus zu rücken. Hintergrund ist die geringe Akzeptanz der zuvor eingeführten Self-Checkout-Kassen, die bei vielen Kundinnen und Kunden auf Ablehnung stießen.
Der Markt hatte vor einigen Monaten mehrere Selbstbedienungskassen installiert, um den Bezahlvorgang zu beschleunigen und Personal zu entlasten. Die Erwartungen erfüllten sich jedoch nur teilweise. Besonders ältere Kundschaft und Familien mit größeren Einkäufen empfanden die SB-Kassen als umständlich und fehleranfällig.
„Viele haben sich über technische Probleme, Wartezeiten bei der Altersverifikation oder das Einscannen größerer Einkäufe beschwert“, erklärte eine Mitarbeiterin des Marktes. „Am Ende wollten viele einfach wieder eine persönliche Kasse.“
Als Reaktion darauf wurden nun wieder mehr klassische Kassen mit Kassiererinnen und Kassierern geöffnet. Die SB-Kassen bleiben zwar erhalten, spielen aber künftig eine deutlich kleinere Rolle im Tagesgeschäft.
Auch wirtschaftlich habe sich die Umstellung gelohnt, so die Filialleitung: Zwar seien die Personalkosten leicht gestiegen, dafür habe sich jedoch die Kundenzufriedenheit spürbar verbessert. „Der persönliche Kontakt an der Kasse ist für viele ein wichtiger Teil des Einkaufserlebnisses.“
In der Stadt wird die Entscheidung unterschiedlich bewertet. Während einige die Rückkehr zur klassischen Kasse begrüßen, sehen andere die Entwicklung als Rückschritt in Richtung weniger Automatisierung.
Fest steht: Der Versuch, den Einkauf komplett zu digitalisieren, stößt nicht überall auf Begeisterung – und zumindest in dieser Freiburger Filiale hat die klassische Kasse vorerst wieder ihren festen Platz zurückgewonnen.
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