Bayern, Deutschlands größtes Bundesland, ist bekannt für seine vielen Attraktionen, wie z. B. die atemberaubende Natur, Kultur und Feste. Aber es hat auch den Ruf, ein teurer Ort zum Leben zu sein.

Viele Städte, insbesondere München, sind dafür berüchtigt, dass sie mit die höchsten Miet- und Immobilienpreise des Landes haben.

Aber es scheint, dass der Aufwärtstrend bei den Hauspreisen langsam nachlässt. Warum sinken die Immobilienpreise in München?

Inflation und steigende Hypothekenzinsen haben laut aktuellem Bericht des Immobilienverbands Deutschland Süd e.V. (IVD Süd e.V.) die Phase deutlicher Preissteigerungen auf dem bayerischen Immobilienmarkt - zumindest vorerst - beendet.

Bayern. Quelle: aussiedlerbote.de

"Rasant steigende Finanzierungskosten und die Unsicherheit über eine drohende Rezession in Deutschland infolge des Krieges in der Ukraine dämpfen die Dynamik des Marktgeschehens und insbesondere die Preisdynamik auf dem Wohnimmobilienmarkt", sagt Professor Stefan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts.

"Dies spiegelt einen allgemeinen Trend wider, den wir in Deutschland angesichts der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage zu beobachten beginnen."

Laut einer aktuellen Studie des Immobiliensuchportals ImmoScout24 ist die Zahl der Hauskäufer in Deutschland im zweiten Quartal 2022 stark zurückgegangen.

Auch die Immobilienpreise sind in vielen großen Ballungsgebieten gesunken, da es schwierig war, Kaufinteressenten zu finden.

Laut der Studie ist der durchschnittliche Immobilienpreis, der im Frühjahr noch bei 9.500 Euro pro Quadratmeter lag, inzwischen auf 9.450 Euro gesunken. In einigen Städten Bayerns ist die Trendwende noch nicht so sichtbar.

In Nürnberg z.B. steigen die Immobilienpreise zwar immer noch, aber langsamer als früher. Im Frühjahr lagen die Immobilienpreise im Durchschnitt bei 3.630 Euro pro Quadratmeter, jetzt sind es 3.710 Euro, so die Studie.

Experten zufolge zeigt dies, wie sich die Situation entwickelt. "Die Landeshauptstadt München, in der im Herbst 2022 erstmals seit langem ein Rückgang der Wohnimmobilienpreise zu verzeichnen war, kann als Seismograph für die künftige Entwicklung in bayerischen Groß- und Mittelstädten dienen", so Kippes.

Bayern. Quelle: aussiedlerbote.de

Auf den ersten Blick mag diese Entwicklung für diejenigen, die in Deutschland eine Immobilie kaufen wollen, verlockend erscheinen.

Kippes weist jedoch darauf hin, dass die Käufer kaum von den niedrigeren Preisen profitieren werden - schließlich sind die Zinsen gestiegen. "Vor ein paar Monaten konnte man noch einen Zinssatz von 0,8 % bekommen", sagt Kippes.

"Wenn wir von einem Kaufpreis von 500.000 € ausgehen, nehmen wir an, dass 150.000 € Eigenkapital sind und Sie ein Darlehen von 350.000 € benötigen; Rückzahlung zu 2 %, fester Zinssatz für 10 Jahre.

Damals zahlten Sie 817 Euro, heute sind es 1.473 Euro", heißt es in der IVD-Studie, die historisch niedrigen Zinsen der letzten Jahre in Deutschland hätten es ermöglicht, den massiven Anstieg der Kaufpreise vielerorts zumindest teilweise zu kompensieren".

Quelle: aussiedlerbote.de

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