In einem beliebten Coffeeshop einer deutschen Großstadt sorgt eine neue Entscheidung des Besitzers für Aufsehen: Nur die Kellner dürfen Trinkgeld behalten, während die Baristas leer ausgehen. Diese Regelung stößt bei den Angestellten und Gästen auf Unverständnis und Kritik.

Eine zweifelhafte Entscheidung

Laut interner Anweisung des Geschäftsinhabers sind alle Trinkgelder, die Gäste hinterlassen, ausschließlich für das Servicepersonal bestimmt. Baristas, die die Getränke zubereiten, werden davon ausgeschlossen. Eine Entscheidung, die viele als unfair empfinden. Schließlich tragen auch die Baristas maßgeblich zur Qualität des Erlebnisses im Coffeeshop bei.

Ein anonymer Mitarbeiter äußerte sich dazu: „Ohne uns gäbe es keinen Kaffee für die Gäste. Wir leisten genauso harte Arbeit, bekommen aber nichts extra.“

Empörung unter Mitarbeitern und Gästen

Viele Gäste verlassen gerne Trinkgeld als Zeichen ihrer Zufriedenheit mit dem Service und der Qualität der Getränke. Dass dies nun nicht mehr dem gesamten Team zugutekommt, empfinden einige als ungerecht. Ein Stammkunde kommentierte: „Ich habe immer gedacht, das Trinkgeld wird fair aufgeteilt. Das fühlt sich jetzt einfach falsch an.“

Auch unter den Mitarbeitern sorgt die Entscheidung für Spannungen. Während die Kellner von der Regelung profitieren, fühlen sich die Baristas benachteiligt und demotiviert. Einige erwägen sogar, den Job zu wechseln.

Die Sicht des Besitzers

Der Coffeeshop-Besitzer verteidigt seine Entscheidung mit betriebswirtschaftlichen Argumenten. Seiner Meinung nach seien Kellner stärker auf Trinkgeld angewiesen, da sie direkten Kontakt mit den Gästen haben und für den Tischservice zuständig sind. Baristas hingegen würden „nur“ die Getränke zubereiten und hätten keinen direkten Einfluss auf das Kundenerlebnis.

Forderung nach einer fairen Lösung

Angestellte und Kunden fordern nun eine Überarbeitung der Regelung. Eine mögliche Lösung wäre, das Trinkgeld in einem gemeinsamen Topf zu sammeln und es fair unter allen Mitarbeitern aufzuteilen. Andere schlagen vor, den Gästen transparent mitzuteilen, wer das Trinkgeld erhält, sodass sie gezielt ihre Wertschätzung ausdrücken können.

Ob der Besitzer auf den wachsenden Unmut reagiert, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass eine solche Regelung langfristig die Motivation der Baristas und die Stimmung im Coffeeshop erheblich beeinträchtigen kann.

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